Von der Assistentin der Geschäftsführung zum Marketing Lead: Anke von Behm feiert ihr 20-jähriges Firmenjubiläum

Beim Start von maihiro, am 23. März 2000, bestand das Unternehmen aus drei Mitarbeitern: Den Gründern Bernd Hesse, Uwe May und Mark Roes. 
Mittlerweile ist maihiro Teil von Accenture und zählt über 180 festangestellte KollegInnen. Eine davon und fast so lange dabei, wie es maihiro gibt, ist Anke von Behm. Im Herbst 2000 gestartet, stand in ihrem Arbeitsvertag „Assistentin der Geschäftsleitung PR/Marketing“. Seit vielen Jahren hat sie nun die Rolle der Marketingleitung bei maihiro inne und mit der neuen Accenture-Zugehörigkeit auch die des Marketing Leads in der Accenture SAP Business Group ASGR.

Im maiTalk erzählt Anke nicht nur über ihren Werdegang bei maihiro, sondern auch über den Facettenreichtum der Aufgaben im Wandel der Zeit und die zukünftigen, neuen Herausforderungen. Und natürlich gibt sie uns auch ein paar Karriere-Tipps an die Hand.

Anke, wie genau bist Du zu maihiro gekommen?

 

Anke von Behm: „Das war gegen Studienende. Ich habe Sprachen, Wirtschafts- und Kulturraumstudien an der Universität Passau studiert. Dann wollte ich unbedingt nach Hamburg, in die Unternehmenskommunikation von Gruner + Jahr. Das klappte. Dort las ich dann im kuwi-Newsletter (Newsletter unseres Studenten- und Alumnivereins) die Anzeige von maihiro. Damals frisch gegründet.“

Was hat Dich an der Stelle gereizt?

 

Anke von Behm: „Die generalistisch ausgelegte Stelle, das Start-up-Feeling und München - letzteres aus privaten Gründen. Ich habe mich beworben und das Vorstellungsgespräch mit zwei der drei Gründer - Bernd und Mark - war menschlich eine Punktlandung. Ich sagte zu und startete Ende September 2000. Kurz vor der „.com-Krise“, die fast schon im Folgejahr begann.“

Wie gestalteten sich die Anfänge?

 

Anke von Behm: „Kurze Zeit nach meinem Start kam stundenweise eine Büroassistentin dazu. Damit waren wir zu sechst – inkl. eines Senior ABAP Entwicklers. In den nächsten Monaten folgten peu à peu weitere Mitarbeiter. Zwei Zimmer unseres Büros (das von Anfang an auf – gesundes - Wachstum ausgelegt war), hatte unsere Geschäftsführung an andere Start-ups vermietet, darunter unser langjähriger IT-Dienstleister IQ-Tec.“

Anke, gib uns doch mal einen Überblick über Deine Aufgaben im Wandel der Zeit und erläutere vielleicht auch den Unterschied zwischen Marketing / PR heute und ´damals`.

 

Anke von Behm: „In puncto PR waren das damals noch ganz andere Zeiten. Es gab einen großen Haufen unterschiedlichster Fachmagazine, u.a. mit Internetfokus. So erinnere ich mich z.B. an den NetInvestor und, legendär, die acquisa. Ja, wir haben versucht, uns als unbekanntes Unternehmen mit dem ein oder anderen Fachartikel und ersten Kundenreferenzen bekannter zu machen. Auf www.computerwoche.de findet sich noch immer ein Artikel vom Juni 2001: ´Aus Fehlern lernen`.

CRM Messe 2000 - Uwe May, Mark Roes, Anke von Behm

Marketingseitig haben wir auf die CRM-Messe gesetzt und erste Mailing-Kampagnen in Briefform, z.B. mit branchenspezifischen Angeboten, aufgesetzt. 

 

Heute lässt sich das Marketing in viel mehr ´Teildisziplinen` untergliedern, die sehr spezialisiertes Know-how erfordern. Man denke nur an Social Media als einen Kommunikationskanal, den es damals noch nicht gab und das Thema Marketingautomation, also die durchgängige systemseitige Unterstützung von Kampagnenprozessen.

 

Bis 2008 hatte ich zudem den Hut für das Hochschulmarketing und Teile des Recruitings auf. 

D.h.: Planung und Vor-Ort-Begleitung von Hochschulmessen Sichtung von Bewerberunterlagen, Durchführung von Telefoninterviews und Erstgesprächen. 

 

Danach haben wir Marketing und Human Resources geteilt und uns so immer stärker professionalisiert.

Was hat Dir in der ganzen Zeit besonders gut gefallen? Was verbindest Du mit maihiro?

 

Anke von Behm: „Mit maihiro verbinde ich eine ganz besondere Unternehmenskultur. Aber ohne das Verklären zu wollen. Höhen und Tiefen gehören – sowohl auf Unternehmens- als auch auf Mitarbeiterseite - nun mal dazu.  Im Rückblick kann ich schlicht ´danke` sagen für diese Zeit des Miteinander, die unglaublich große Mitarbeiterorientierung, das Erlebendürfen von herausfordernden Zeiten und schönen Erfolgen. 

 

Und, wir waren – so meine Erinnerung – wirklich sparsam. Die ersten Jahre haben wir ohne Farbdrucker gearbeitet, hatten keinen externen Grafiker o.ä.. Gleichzeitg gab es – egal wie die Zeiten waren – immer unsere hironights, einen monatlichen Kneipenabend und unsere maiparty, ein Sommerfest mit Partnern und Familie. In einem sparsamen Jahr mit eigenhändigem Zeltaufbau, Dixi-Klo inklusive, auf einer Garchinger Obstwiese. Und ja: schön war’s.“

Was war denn für Dich besonders herausfordern?

 

Anke von Behm: „Wie ich schon sagte, jedes Unternehmen durchläuft Hoch- und Tiefpunkte. In schwierigeren Zeiten sprang ich als Vertriebssupport ein. Ich würde sagen, das telefonische Kontaktieren von sicher 100 Vertriebs- und IT-Leitern und die Frage nach dem Bedarf an CRM in deren Unternehmen, gehörte vermutlich nicht zu meinen Kernkompetenzen. Aber nach der ersten Überwindung hatte ich auch gute Gespräche. So habe ich eine wertvolle Erfahrung dazugewonnen, die ich auch hier nicht verstecken muss.“

Hast Du an dieser Stelle für unsere LeserInnen generelle Tipps fürs Berufsleben?

 

Anke von Behm: „Ich bin sicherlich nicht den klassischen Marketing-Weg gegangen. In meinem Studium der Sprachen, Wirtschafts- und Kulturraumstudien hatte ich gerade mal eine einzige Überblicksvorlesung zu Marketing. Aber vielleicht ist dies gerade mein persönlicher Tipp an junge Leute: Studiert das, was Euch Spaß macht. Geht ins Ausland, macht verschiedene Praktika, habt Freude an einem Ehrenamt – und denkt dabei um Himmels Willen nicht nur an ´Lebenslaufoptimierung`. Wichtig ist natürlich, sich grundsätzlich zu engagieren, sich einzulassen. Dann eröffnen sich Möglichkeiten – auch wenn diese im ersten Moment vielleicht anders aussehen, als geplant.“

Zum guten Schluss: welche Zukunftswünsche oder vielleicht auch Erwartungen hast Du?

 

Anke von Behm: „Mit Blick in die Zukunft empfinde ich Freude und – mag es auch altmodisch klingen - Demut zugleich. Vor uns als Marketingteam steht eine neue, spannende Herausforderung – zum einen als Marketingsupport für maihiro – Part of Accenture, zum anderen als Marketing für die SAP Business Group von Accenture im deutschsprachigen Raum.“