20. Oktober 2016 ǀ München Ismaning

Vertriebsunterstützung für 3D Start-Up

Wie ein Wiener High-Tech-Start-Up den Markt für 3D-Drucker revolutionieren will und was maihiro dafür tut.

3D ist für die Profis in den Entwicklungsabteilungen produzierender Unternehmen schon länger kein Zauberwort mehr. Zu viele der neuen günstigen Drucker versprechen mehr, als sie halten können – das reicht vielleicht für das Gimmick, den Familienhund als Figur auszudrucken. Aber auf den Zehntelmillimeter präzise Modelle, fein geglättete Oberflächen oder kompliziertere Strukturen mit Auskragungen, das liefern bis heute nur sehr teure High-End-Anlagen.

Nutzerfreundlichkeit und Qualität zum vernünftigen Preis

Genau diese Marktlücke schließt Xioneer Systems, ein vor drei Jahren gegründetes Wiener Start-Up. Dr. Andrei Neboian und Dr. Robert Hein, die sich bei ihrer Promotion als Betriebswirte an der WHU Otto Beisheim School of Management in Vallendar bei Koblenz kennenlernten, störten sich an der eher enttäuschenden Qualität der gängigen günstigen Geräte. Insgesamt ungenau, unschöne Oberflächen, zu viele Einschränkungen bei der Form. Außerdem alles andere als bedienerfreundlich, wie Neboian erläutert: „Allein, um den Drucker einzurichten, das Material einzufädeln, alles vorzubereiten – man muss meist mühsam ein Dutzend manuelle Handgriffe erledigen, bevor man überhaupt anfangen kann.“ Und geht es dann los, bleibt auch die Überwachung oft Handbetrieb. „Sie müssen zum Beispiel in der Regel selbst ausrechnen, ob das vorhandene Material für das anstehende Druckprojekt überhaupt ausreicht. Wir wollen aber die aus der 2D-Welt gewohnte Bedienungsfreundlichkeit von Druckern auch in die 3D-Welt bringen.“


Gedacht, getan. Der Xioneer-Prototyp, der bereits fertig ist und auch schon für Kundenaufträge zahlreiche Teile produziert, wartet deshalb unter anderem mit Material-Kartuschen auf, die auch klassische Papierdrucker haben. Und er meldet, wann sie voraussichtlich leer sind. Vor allem aber ist er mit rund einem Zehntelmillimeter Genauigkeit und glatten Oberflächen weit präziser als die Low-Cost-Geräte.

Xioneer X1, Professional 3D-Printer. ©Xioneer Systems GmbH

maihiro unterstützt mit Vertriebs-Know-How

Mehr Leistung fürs eingesetzte Geld und mehr Nutzerfreundlichkeit – das passt zu maihiro. Vermittelt von maihiro Nina Besselink kamen die maihiros und die Xioneers fast schon folgerichtig zusammen. Denn rund um das siebenköpfige Team von Neboian und Hein gibt es zwar viel Know-how in Sachen Technik und Logistik. „Aber Marketing und Vertrieb sind nicht unsere Kernkompetenzen und daher waren wir froh über die Zusammenarbeit mit den Experten von maihiro“, sagt Andrei Neboian.


Bereits im Dezember 2015 startete die Zusammenarbeit in einem Management-Consulting-Workshop, in dem wir gemeinsam die Basics für Vertrieb und Marketing zusammenstellten: Was wird rund um das Hauptprodukt angeboten, wie organisiert man den Vertrieb? Immerhin ist die Zielgruppe europaweit verstreut und das Unternehmen noch klein – wie gewährleisten wir Wartung und Support? Schnell zeigte sich, dass auch die CRM-Kompetenz von maihiro für die Weiterentwicklung des Kundendialogs von Xioneer nützlich sein kann. Ein Stichwort ist hier das Internet of things –also das Thema, wie die Intelligenz des Druckers direkt in den Serviceprozess und den Kundendialog eingebunden werden kann.


Man darf gespannt sein auf die Meilensteine, die Xioneer bereits weiter konkretisiert hat. Es wird dann eine Marktlücke geschlossen, bei der man sich unwillkürlich denkt: „Dass darauf bisher noch niemand gekommen ist …“ Ziemlich gute Bedingungen für ein Start-Up. Und ein guter Grund für maihiro, es nach Kräften zu unterstützen.

Autor: ǀ 20. Oktober 2016 ǀ München Ismaning

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