12. Oktober 2017 ǀ München Ismaning

Neuer Auftritt: Beratung sichtbarer gemacht

maihiro hat seinen Auftritt modernisiert: Mit dem neuen Claim „Your Customer Journey Adviser“ und einer komplett überarbeiteten, responsiven Website. Geschäftsführer Uwe May erläutert Prozess und Ergebnis im Interview.

Warum gab es eigentlich Änderungsbedarf?

Uwe May: Das hatte zunächst einmal inhaltliche Gründe. Für viele Kunden ist der Begriff CRM noch sehr mit IT-Systemen verbunden. Customer Relationship Management ging zwar immer schon über reine Software hinaus, doch daran denkt man kaum noch, wenn man CRM hört. Parallel dazu hat sich unser Leistungsspektrum gerade in den vergangenen Jahren um immer mehr Beratungselemente erweitert, ich denke da an E-Commerce und vor allem Management Consulting. Ganz nebenbei klingt CRM heute in den Zeiten der Digitalisierung auch zunehmend old school. All das zeigte uns, dass wir mit neuem Motto auf die Reise gehen sollten. Gleichzeitig hatten wir natürlich schon länger vor, unseren Webauftritt mobiltauglich zu machen, hier war neue Technik eigentlich bereits überfällig. Weil wir uns lieber mit unseren Kunden beschäftigen als mit uns selbst, haben wir dann beides zusammengefasst und Website und Claim überarbeitet. Was uns verblüffte: Unser Claim kam uns am Ende so naheliegend vor, dass wir sehr erstaunt waren, als wir entdeckten, dass er in dieser Form noch von niemandem verwendet wird. Überraschend fand ich außerdem den Prozess an sich – er verlief nämlich komplett digital über eine Gruppe im SAP-JAM-Kommunikationsportal.

In der Jam-Gruppe, einem Team aus Management und Marketing, hatte maihiro mehrere Vorschläge diskutiert. Wie das Ergebnis waren auch die Alternativen alle englisch. Warum?

Uwe May: Wir sind mit unseren Eigenentwicklungen maiTour und maiConnect inzwischen sehr international unterwegs – dieses Jahr haben wir sie bei Konferenzen in New York, Kanada und Barcelona vorgestellt. Und auch wenn wir uns mit unserem neuen Claim bewusst von SAP-Begriffen etwas emanzipieren wollen, ist für uns SAP natürlich der zentrale Partner. Und dort ist Englisch schon lange Standard. Abgesehen davon ist „Customer Journey“ ein Begriff, den Sie inzwischen auch in fast allen deutschen Texten finden, die sich mit den Touchpoints zum Kunden beschäftigen. Das ist kein Wunder, denn damit soll ja beschrieben werden, dass man den Kunden auf all seinen Wegen unterstützt. Genau diese Reise wollen wir für die Kunden unserer Kunden optimieren. Mit Software. Mit Know-how. Mit Beratung. Daher auch der „Adviser“. Mit „Lotse“ hatten wir auch einen deutschen Begriff diskutiert. Das kann man einerseits kaum gut klingend ins Englische übertragen. Es wäre uns aber ohnehin zu einseitig, zu leitend gewesen. Wir wollen unsere Kunden lieber partnerschaftlicher begleiten, eben beraten.

Das hat eine emotionalere Komponente als der alte Claim. Was ja auch für den neuen Webauftritt gilt…

Uwe May: Ja, der Auftritt ist mit dem Claim im Zentrum und passenden Figuren im modernen Flat-Design-Style gestartet. Das kam in unseren internen Runden sehr gut an. Es sind ja Menschen, die beraten. Menschen, die Software nutzen. Menschen, die als Kunden gewonnen und gepflegt werden wollen. Da darf weder die inhaltliche Argumentation noch die gestalterische Anmutung allzu technisch sein. Wir haben auch die Gelegenheit genutzt und Informationen stärker fokussiert, so dass der Nutzer nicht mit zu viel Text auf einmal erschlagen wird. Und natürlich haben wir das dann technisch state-of-the-art gelöst, also responsive bzw. mobiltauglich. Wenn unsere Kundenmanagement-Lösungen von Außendienstlern auf ihrem Smartphone bedient werden, sollte sich natürlich auch unsere Website auf dem Telefon optimal darstellen lassen.

Autor: Armin Hingst ǀ 12. Oktober 2017 ǀ München Ismaning

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Armin Hingst

Über den Autor

Armin Hingst

Gründer und Geschäftsführer der Gestaltmanufaktur GmbH, einer seit 25 Jahren bestehenden Agentur für Unternehmensmedien in Dortmund. Gelernter technischer Zeichner. Studium der Journalistik und Geschichte am Institut für Journalistik (IfJ) der TU Dortmund, Zeitungsvolontariat, WDR-Praktikum. Im Studium Spezialisierung auf Zeitungsgestaltung.
Als Journalist im Bereich IT-Themen, Technik, Wissenschaft und Kultur unterwegs, unter anderem für das Marketingfachblatt „absatzwirtschaft“ und das Wirtschaftsmagazin „return“. Dozent beim ifp in München sowie an der Kölner Journalistenschule und dem Dortmunder Institut für Journalistik.