11. Juni 2018 ǀ München Ismaning

Die maihiro WM Serie 2018 - Teil 1

In genau drei Tagen rollt der Ball bei der WM! Пойдемте [Poydemte] Los geht's!

Unser Mitarbeiter Arno Hettler kommentiert in den nächsten Wochen live

die Ereignisse der WM 2018 in Russland.


Im Eröffnungsspiel treffen die beiden "Erdölgrößen" Russland und Saudi-Arabien aufeinander und zwar im ehrwürdigen Luschniki-Stadion in Moskau. Mit 81.000 Zuschauern ist dies das größte Stadion während der WM und war 1980 Austragungsort der vom Westen boykottierten Olympischen Spiele. Insgesamt finden die 64 Partien in zwölf Stadien an elf Orten statt. Die Entfernungen sind dabei immens, zwischen Kaliningrad im Westen bis nach Jekatarinburg liegen immerhin 2.075 km. Ähnlich auch die Entfernung zwischen Sotschi am Schwarzen Meer und St. Petersburg im Norden an der Ostsee. Das entspricht beinahe der Entfernung von München nach Porto.

Wer sind die Favoriten?

Ein klarer Favorit ist nicht auszumachen, einer der üblichen Verdächtigen wird wohl den Titel ergattern können. In den vergangenen 20 Turnieren kam der Titelträger ausnahmslos aus den beiden Kontinentalverbänden UEFA bzw. CONMEBOL (Südamerika). Es ist nicht damit zu rechnen, dass sich das in Russland ändert. Nur acht Mannschaften - fünf aus Europa, drei aus Südamerika - konnten überhaupt die Weltmeisterschaft gewinnen. Es wäre schon eine gewaltige Sensation, wenn hier eine neue Mannschaft dazu käme.


Am meisten gutzumachen nach 2014 haben sicher die Spanier, die als Titelverteidiger kläglich in der Vorrunde gescheitert sind. Ähnlich dürfte es den Brasilianern gehen, die die Schmach gegen Deutschland im eigenen Land vergessen machen wollen. Dementsprechend motiviert werden beide Teams im Turnier auftreten. Gleichzeitig sind beide gespickt mit Superstars wie etwa Neymar oder Iniesta. Auch in der Breite sind sie bestens aufgestellt, um nach einem kräftezehrenden Turnier den WM-Pokal in den Händen halten zu können. Sie scheinen mit ihren neuen Trainern Tite (BRA) bzw. Lopetegui, (ESP) enormes Selbstvertrauen geschöpft zu haben und hier die alte Stärke wieder gefunden zu haben. Dies war in den beiden Testspielen mehr als deutlich zu spüren und sollte der deutschen Mannschaft eine erhebliche Warnung gewesen sein.

Die deutsche Mannschaft - erstmalig in der Europa Qualifikation mit zehn Siegen durchmarschiert - wird als Titelträger der Gejagte sein. Die Mannschaft ist in der Lage den Titel zu holen, das Auftreten und die Ergebnisse in den letzten Monaten lassen aber Zweifel zurück. Vieles wird davon abhängen ob die neu formierte Offensive um den Leipziger WM-Neuling und Torjäger Timo Werner die Durchschlagskraft haben wird, die massiven Abwehrreihen der Gegner zu knacken. Allerdings wurde der amtierende Confed-Cup Gewinner (2017 Deutschland) noch nie gleichzeitig Weltmeister. Frankreich als Vizeeuropameister besitzt ebenfalls eine junge, sehr talentierte Mannschaft mit einer überragenden Offensive um Griezmann und Mbappe. Sie sehen sich selbst laut Trainer Deschamps jedoch nicht als Favoriten. Das dürfte eher als kalkuliertes Tiefstapeln zu verstehen sein.

Größter Außenseiter mit Ballkünstlern wie De Bruyne oder Hazard könnten die Belgier sein, die bei der EM enttäuschend gegen Wales im Viertelfinale ausschieden. Immer zu rechnen, ist mit den ausgebufften Argentiniern um den frisch gekürten "Goldener Schuh"-Gewinner Messi. Die Portugiesen, die 2016 bei der EM in einem dramatischen Finale Frankreich schlagen konnten, holten damit zum ersten Mal einen internationalen Titel. Sie sind eine erfahrene Mannschaft und mit dem überragenden Ronaldo jederzeit in der Lage, auch die ganz Großen zu schlagen, obwohl der Europameister kaum den WM-Titel holte wie Spanien 2010 oder Deutschland 1974, gilt das Team jedoch eher als Außenseiter.

Was die Buchmacher sagen

Wenn man den Buchmachern glauben darf, sind Brasilien und Deutschland die größten Favoriten (1:5) gefolgt von Spanien (1:7). Die beiden erfolgreichsten Mannschaften - Brasilien als einzige Mannschaft bei allen Turnieren dabei - trafen kurioserweise nur zweimal aufeinander. 2002 im Finale in Südkorea, als Ronaldo der Matchwinner war und 2014 im Halbfinale, als die Deutschen das bessere Ende für sich hatten. Beide Spiele waren mehr als spektakulär.

Deutschland gegen Brasilien, nach Spielplan durchaus nicht gerade unwahrscheinlich. Gewinnen beide ihre Gruppe, könnten sie frühestens im Finale aufeinandertreffen. Das wäre das Traumfinale schlechthin...

Autor: Arno Hettler ǀ 11. Juni 2018 ǀ München Ismaning

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Arno Hettler

Über den Autor

Arno Hettler

Arno ist seit 2008 bei maihiro und für den Bereich MOS (als Application Manager) tätig. In seiner Freizeit schlägt sein Herz für den Fußball. Logisch, dass die bevorstehende WM für Arno DAS Ereignis des Jahres wird. Mit seinem Fußball-Fieber hat er unser Team bereits angesteckt, zum sechsten Mal ein internes Tippspiel organisiert und zum dritten Mal die maiWM. Erstmals teilt Arno in den kommenden Wochen sein Fußballwissen mit allen maihiro-Followern.