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30. März 2020 ǀ München Ismaning

Remote fit bleiben und mit Kids effektiv arbeiten

Das Corona-Virus stellt uns alle vor neue Herausforderungen. 
Wer kann, arbeitet in diesen Zeiten aus dem Homeoffice. Wie das am besten klappt, auch im Sinne eines gesunden, ausgewogenen Arbeitens und wie man gleichzeitig die „Herausforderung“ Familie im Homeoffice meistert, verraten Sabine Hauck und Julia Müller vom maihiro HR-Team und Vierfach-Mama Veronika Klenke, bei maihiro tätig als Senior Inhouse Consultant.

Sabine und Julia, was empfehlt Ihr Mitarbeiter*Innen für das Arbeiten von zu Hause? 

Sabine: Da unsere Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen nun mehrere Wochen lang im Homeoffice arbeiten werden, ist es wichtig, dieses gesund zu gestalten. 

Es ist nicht immer ein separates Arbeitszimmer vorhanden, aber ein guter Arbeitsbereich, an dem ungestörtes Arbeiten möglich ist, ist wichtig. 

 

Auch sollte man sich Pausen gönnen und sich zum Essen an einen anderen Ort begeben oder zwischendurch einfach mal zur Kaffeemaschine laufen – das schafft schon etwas Bewegung. Auch kleine Übungen am Arbeitsplatz können helfen, die Mobilität zu fördern. 

 

Wenn man sich einsam fühlt und den netten Plausch mit den Kollegen in der Büroküche oder beim gemeinsamen Mittagessen vermisst? Kein Problem: Wir stellen uns virtuelle Verabredungen zum Lunch oder zum Coffee-Break ein. 

Julia: Ich empfehle zusätzlich, sich – wie auch sonst im Büro empfehlenswert - gleich zu Beginn des Arbeitstages eine Flasche Wasser an den Arbeitsplatz zu stellen. Das sichert einerseits, genügend zu trinken und andererseits, in Bewegung zu bleiben, sobald die Flasche leer ist. 

 

Wichtig ist es zudem, den Rechner bewusst zum Feierabend abzuschalten und auch am Handy abends keine E-Mails mehr zu lesen. 

Wie steht es um das Thema Ergonomie am Arbeitsplatz? Auch diese kann nun ja – je nachdem, wie das Homeoffice eingerichtet ist - nicht unbedingt gewährleistet sein.

Julia: Wer einen Gymnastikball zuhause hat, dem bietet sich dieser als ideale Sitzgelegenheit für zwischendurch an. Pausen sollten wirklich als Pausen genutzt werden. Wie wäre es mit einem kleinen Spaziergang an der frischen Luft, einer Workout-Session – mit Fitnessbändern oder einem Springseil? 

 

Ein Kollege, der drei Jungs hat, nutzt mit seiner Familie bspw. das Angebot von Alba Berlin. Da toben sie sich dann virtuell mit den Basketballern aus.  

Auch Gym-Apps sind eine super Inspirationsquelle.

 

Sabine: Oder aber, man nutzt die Mittagspause, um sich ein gesundes Gericht zu zaubern. In den sozialen Netzwerken, zB Instagram, kann man Gruppen wie „healthyfoodadvice“ folgen und sich auch hierfür vernetzen. Oder eben direkt mit den eigenen Kollegen via Teams.

Veronika, Du bist vierfache Mutter und arbeitest die meiste Zeit aus dem Homeoffice. Welche Tipps hast Du dazu generell und in diesen speziellen Zeiten, in denen ja auch die Kinderbetreuung oder die Möglichkeit ´Spielplatz` wegfallen?

 

Veronika: Wenn ich wichtige Termine habe, versuche ich Beschäftigungen zu finden, die die Kinder in der Zeit machen können. Das geht von Malbüchern, dem Spielen mit Knete über eine kurze Spieleinheit auf dem Tablet. Und besondere Zeiten erfordern besondere Maßnahmen. So darf es in Ausnahmefällen schon mal der Fernseher sein. 

 

Ansonsten sind mein Mann und ich in der Lage, uns die Arbeitszeiten zu teilen und ich mache morgens die Hausaufgaben und den virtuellen Unterricht, er geht dann nachmittags mit den Kids im Wald spazieren und erkundet mit ihnen zwei bis vier Stunden lang den Taunus. Uns ist es wichtig, dass die Kinder auch noch immer rauskommen, sonst sind sie unausgelastet und die Hausaufgaben fallen schwerer.

Unsere Checkliste für ein gelungenes Arbeiten aus dem Homeoffice:

  • Einen guten Arbeitsbereich finden, aus dem ungestörtes Arbeiten weitestgehend möglich ist
  • Regelmäßige Pausen einplanen und den Arbeits- vom Essbereich trennen
  • Bewegung gewährleisten (z.B. Spaziergänge oder kleinere Gänge zur Kaffeemaschine)
  • Work-Out-Sessions einplanen (Fitnessbänder, Gymnastikball, Gym-Apps)
  • Flüssigkeitszufuhr sicherstellen (Flasche Wasser oder Kanne Tee am Arbeitsplatz deponieren)
  • Auf gesunde Ernährung achten (z.B. Mittagspause zur Zubereitung eines gesunden Lunches nutzen)
  • Soziale Kontakte mittels virtueller Zusammenkünfte aufrechterhalten
  • Rechner zum Feierabend bewusst ausschalten und E-Mails übers Handy nach 19 Uhr nur noch in Ausnahmefällen bearbeiten

Mit Kindern:

  • Arbeitszeiten – wenn möglich - mit dem Partner aufteilen, so dass man sich entweder auf die Kinder oder auf die Arbeit konzentrieren kann
  • Beschäftigungen finden (Malbücher, Knete, kurzes Spielen am Tablet, TV-Einheiten: z.B. Willi wills wissen, Löwenzahn oder Die Sendung mit der Maus, Apps nutzen: z.B. ANTON – die neue Lern-App für die Schule oder abenteuerliche Waldspaziergänge)

Autor: Verena Holzgreve ǀ 30. März 2020 ǀ München Ismaning

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Verena Holzgreve

Über den Autor

Verena Holzgreve

Social Media & Content Manager
Mehrjährige Erfahrung in Journalistik / PR / Change Management Communication / Content Management
Schwerpunkte: Contentplanung & Erstellung; Content-Marketing (z.B. Kampagnenerstellung), Newscreation, interne Kommunikationsmaßnahmen